Geschichtliches zum Landestheater


    Das Linzer Landestheater besteht seit beinahe 200 Jahren; die erste Vorstellung fand am 3. Oktober 1803 statt. 1940 wurde das Große Haus umgebaut und wesentlich vergrößert. 1954 - 1958 hat der berühmte österreichische Architekt Clemens Holzmeister den Neubau der Kammerspiele und den Umbau des Großen Hauses geplant. Danach kam als dritte Bühne der Theaterkeller Ursulinenhof hinzu, der sich von den restlichen Spielstätten, die seit jeher schon auf das zahlreich vorhandene Abonnenten-Publikum ausgerichtet waren, vor allem durch die Experimentierfreudigkeit im Programm wesentlich unterschied.

    Nach seiner Wiedereröffnung am 5. September 1945 feierte das Landestheater Saisonen, in denen es mit den meisten Ur- und Erstaufführungen im deutschsprachigen Raum aufwarten konnte. Einen Höhepunkt bildete die Doppelinszenierung des zweiten Teils von Goethes Faust, die als exemplarische Inszenierung bei einem Theaterfestival in Deutschland vorgestellt werden konnte.

    Mit Saisonbeginn 1998/99 kommt es zu weiteren organisatorischen Veränderungen. Der Theaterkeller Ursulinenhof wird zum Zentrum des Kinder- und Jugendtheaters erklärt und bekommt mit dem Namen u/hof: ein völlig neues Gesicht. Als vierte Spielstätte adoptiert das Landestheater Linz die Räumlichkeiten des ehemaligen Eisenhand-Kinos, das nun mit seinem bewusst unkonventionellen Programm anstelle des ehemaligen Theaterkellers tritt.

    Mit Beginn in der Jahrtausendwende ist der Neubau des Landestheaters als Musiktheater mit ca. 1000 Plätzen sowie eine Adaptierung als Schauspielhaus mit ca. 600 Plätzen geplant. Das Vorhaben wird vom Land Oberösterreich und der Stadt Linz finanziert.