Stahlgeschichte
Bereits in den 20er Jahren existierten erste Planungen für den Bau eines Stahl-
werks an diesem besonders günstig gelegenen Verkehrsknotenpunkt an der Donau.
Doch zum Spatenstich sollte es erst viel später kommen...
1938, im Jahr des "Anschlusses"
Österreichs an Hitler - Deutschland
fiel die Entscheidung zum Bau der
"Hermann Göring Werke" in
Linz.
Übrigens... Um das Werksgelände vor (damals noch) drohenden Hochwasser -Überflutun-
gen der Donau zu sichern, wurde das Baugelände mehrere Meter hoch aufge-
schüttet. Das dazu erforderliche Material wurde unter anderem bei Pichling aus-
gebaggert. Dadurch entstanden zwei der heute beliebtesten Badeseen im
Großraum Linz: Der Pichlingersee und der Weikerlsee.
1945, nach Kriegsende begann
für die Linzer Stahlindustrie eine neue
Aufbauphase und damit die Blütezeit
der nunmehr "umgetauften"
VEREINIGTEN ÖSTERREICHISCH-
EN EISEN UND STAHLWERKE AG".
1952 begann eine neue Epoche
in der österreichischen Industriege-
schichte: Das nach dem Krieg in
Linz und Donawitz entwickelte
"LD - Verfahren" fand nicht nur
weltweite Beachtung, sondern führte
zur Eröffnung des ersten LD - Stahl-
werks der Welt. Die Voest zählte
mit der betriebsreifen Anwendung
dieses revolutionären Stahlerzeugungs-
verfahrens zu den modernsten "Stahl-
kochern" der Welt.
1973 entstand mit der Fusion
der VOEST mit der ALPINE ein
riesiger Konzern der jedoch durch
die Stahlkrise Mitte der siebziger
Jahre auf eine harte Probe gestellt
wurde.
1975 musste die Voest ihren
Personalstand um 2.300 Mitarbeiter
verringern. Durch verschiedenste
Umstrukturierungen versuchte man
dem weltweiten Preisverfall zu
begegnen.
1983/84 waren jene Jahre in
denen die VOEST ALPINE
größenmäßig wohl in ihrem Zenith
stand.
Damals hingen ca. 250.000 Menschen
in ihrer wirtschaftlichen Existenz un-
mittelbar vom VOEST ALPINE Kon-
zern ab, allein 68.000 davon in Linz.
Alleine in OÖ gab es Ende 1983 rund
27.000 Mitarbeiter des Konzerns
(19% aller Industriebeschäftigten).
Die VOEST ALPINE arbeitete in Öster-
reich damals mit rund 5.000 bis 6.000
Zulieferbetrieben zusammen.
1985 ging als schwarzes Jahr
in die Geschichte der Voest ein.
Nach Bekanntwerden von Ölspeku-
lationen der Voest Tochter "Inter-
trading" wurde über Nacht der ge-
samte damalige Voest Alpine Vor-
stand abberufen. In den darauf-
folgenden Jahren wurde der Mit-
arbeiterstand dramatisch verringert
und der Konzern völlig neuorgani-
siert und -orientiert.
1995. Anfang Oktober erfolgte die
Privatisierung. Die VOEST -
ALPINE - STAHL ging aufgrund des
wirtschaftlichen Erfolgs der letzten
Jahre an die Börse. Der Börsenkurs
der Aktie entwickelte sich aufgrund
der guten Ertragslage des
Unternehmens sehr positiv.
Mit dem erfolgreichen Börsegang
und aussichtsreichen Zukunftsinvesti-
tionen, wie beispielsweise dem neu-
entwickelten COREX - Verfahren,
spielt die VOEST - ALPINE -
STAHL heute eine bedeutende Rolle
am (vorwiegend) europäischen Markt
für Qualitätsstahl.
1996 Beteiligung am internationalen Innovationsprojekt Ultra Light Steel Auto
Body ULSAB mit dem Ziel, das Karosseriegewicht um ein Viertel zu
reduzieren.
1997 Investitionsprogramm in der Höhe von 11 Mrd. Schilling.
Inbetriebnahme der neuen Stranggießanlage und Anlage zur Herstellung laser-
geschweißter Platinen, Ausbau der Feuerverzinkungsanlage.
1998 Expansion der Platinenfertigung, Ausbau der Feuerverzinkungsanlage, Joint Venture mit Vossloh AG und Übernahme des Weichenherstellers VAE Zeltweg.
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1999 Ausbau des Stahlwerkes Donawitz in ein modernes Kompakt-LD-Stahlwerk.
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2000/2001 Rekordjahr. Die voestalpine-Gruppe will den konsequenten Wachstumskurs mit einer neuen Konzernstruktur fortsetzen. Ein neues Logo zeigt den inneren Wandel des Konzerns. Statt den beiden ehemaligen Divisionen Flach- und Langprodukte gibt es nun die vier Divisionen Stahl, Bahnsysteme, Profilform und motion
2002 "Vom Stahlhersteller zum Verarbeitungskonzern": Die ursprüngliche 1 Mrd. €- Investition in Linz bis 2006 bzw. 2010 wird verdoppelt. Es wird vom "größten privaten Investitionsprogramm, das in Österreich je verwirklicht worden ist" gesprochen. Der Konzern erreicht mit 17.129 Personen einen Beschäftigungs-Höchststand.
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